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Hemifazialer Spasmus

Beim hemifazialen Spasmus kontrahieren Muskeln einer Gesichtshälfte unwillkürlich. Er beginnt oft am Auge. Botulinumtoxin unterdrückt Kontraktionen, beseitigt aber keine Fazialiskompression und bestimmt nicht die Ursache.

FrageAntwort
Was bewegt sich?Vom ipsilateralen Fazialisnerv versorgte mimische Muskeln.
Primäre Grundlage?Häufig neurovaskulärer Konflikt an der Wurzelaustrittszone; fachärztlich zu beurteilen.
Sekundäre Form?Ja, etwa nach Nervenverletzung oder anderen strukturellen/neurologischen Ursachen.
Toxinwirkung?Symptomkontrolle durch weniger Muskelsignal, keine Nervendekompression.

Die klinische Diagnose kann Bildgebung oder Elektrophysiologie benötigen. Synkinesien, Gesichtsdystonie, Tics, Anfälle und hemimastikatorischer Spasmus dürfen nicht nach dem Aussehen gleichgesetzt werden.

MerkmalHemifazialBlepharospasmus
VerteilungEinseitig, oft periokulär beginnendMeist beidseitiger Lidschluss
ZielBewegung reduzieren, Funktion erhaltenLidschluss reduzieren, Blinzeln/Oberflächenschutz erhalten
RegulatorischExakten Wortlaut nicht auf die ganze Erkrankung ausweitenManche US-Produkte nennen ihn mit Alters-/Populationsgrenzen

Krähenfüße liegen anatomisch nahe, haben aber andere Ziele, Produktinformationen und Endpunkte.

ProduktWortlautGrenze
BotoxDystoniebedingter Blepharospasmus einschließlich VII.-Nerv-Störungen ab 12Keine eigenständige Indikation
XeominBlepharospasmus bei ErwachsenenHemifazialer Spasmus nicht genannt
DysportZervikale Dystonie, Glabellafalten, Spastik u. a.Keiner der beiden Begriffe in der US-Liste

Geprüft am 23. Juli 2026. Studien können Evidenz liefern, ändern aber keine Indikationsliste.

Eine Metaanalyse von 2024 umfasste 35 Studien: zwei randomisierte Studien mit 83 Personen und 33 einarmige Berichte mit 2.786 Personen. Symptomatischer Nutzen wird gestützt, doch beobachtende Evidenz erlaubt keine Produktrangfolge. Endpunkte sind Spasmen, Sehen und Kommunikation, Lebensqualität, Dauer und unerwünschte Gesichtsschwäche; sie bedeuten keine Heilung der Ursache.

Periokulär können Blinzeln, Lidschluss, Augenoberfläche und Lidstellung betroffen sein; im unteren Gesicht Lächelsymmetrie, Mundschluss und Sprache. Maßgeblich bleiben produktspezifische Warnungen, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Zubereitung.